Pressemitteilung, 19. Februar 2026

Petition - Zukunft Wermelskirchen schlägt Sicherheitsquartier für Wermelskirchen vor

Polizeiwache, Stadtwache oder Sicherheitsquartier – wie geht es weiter?

Die Anzahl der Bürgerinnen und Bürger, die sich die Polizeiwache zurückwünschen, ist offensichtlich signifikant. Dieser Wunsch ist nachvollziehbar, da eine dauerhaft sichtbare polizeiliche Präsenz sowohl die objektive Sicherheitslage als auch das subjektive Sicherheitsgefühl stärkt. Die Einrichtung einer neuen Polizeiwache ist jedoch mit erheblichen finanziellen und personellen Herausforderungen verbunden und liegt ausschließlich in der Zuständigkeit des Landes Nordrhein-Westfalen. Der kommunale Einfluss ist hier naturgemäß auf Unterschriftenaktionen begrenzt. Im Rahmen von Landtagswahlen können Bürgerinnen und Bürger aber die sicherheitspolitischen Konzepte der Parteien berücksichtigen.

Nachbarkommunen investieren aktuell in ihre Sicherheit

Ein Blick in die umliegenden Städte zeigt, dass kommunale Sicherheitsstrukturen zunehmend gestärkt werden. Hückeswagen (15.000 Einwohner) erhöht die Präsenz des Ordnungsamtes im öffentlichen Raum. Burscheid (19.000 Einwohner) plant den Aufbau eines eigenen kommunalen Ordnungsdienstes und geht damit über die bestehende Ordnungspartnerschaft mit der Polizei hinaus. Radevormwald (22.500 Einwohner) prüft die Einrichtung einer eigenen Stadtwache. Diese Entwicklungen verdeutlichen, dass Kommunen innerhalb ihrer Zuständigkeiten aktiv Verantwortung übernehmen und zusätzliche Instrumente zur Gefahrenabwehr sowie zur Stärkung des Sicherheitsgefühls schaffen.

Sicherheitsquartier als realistische und zeitnah umsetzbare Lösung

Auch für Wermelskirchen wäre eine eigene Stadtwache ein sichtbares Signal kommunaler Handlungsfähigkeit im Bereich Sicherheit. Allerdings sind hierfür Personalgewinnung, Finanzierung und geeignete Räumlichkeiten sorgfältig zu planen. Vor diesem Hintergrund schlägt Zukunft Wermelskirchen die Einrichtung eines Sicherheitsquartiers vor. Als geeigneter Standort bietet sich das bestehende Polizeibüro sowie die unmittelbar links angrenzenden Räumlichkeiten an. Dort könnte der kommunale Ordnungsdienst angesiedelt werden, sodass eine gemeinsame Anlaufstelle mit klarer Zuständigkeitsstruktur entsteht. Anliegen der Bürgerinnen und Bürger könnten gebündelt aufgenommen und zügig bearbeitet werden. Gleichzeitig würde die räumliche Nähe eine effektivere Koordination von Maßnahmen, insbesondere im Innenstadtbereich, ermöglichen.


Petitionsübergabe & Fazit

Während die Nachbarkommunen Fortschritte im Bereich der Sicherheitspolitik vermelden, sollen bei Abläufen des Polizeiapparates die Kommunen wieder stärker in die Pflicht genommen werden. Ein geeigneter Zeitpunkt ist daher gegeben, auch in Wermelskirchen in diese Diskussion einzusteigen. Hier setzt die Petition an: Über 1.000 Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine parteiübergreifende Zusammenarbeit. Zukunft Wermelskirchen möchte mit der Idee des Sicherheitsquartiers eine Übergangslösung vorschlagen. Weitere Ideen der Parteien und Wählervereine würden die Debatte sicher beleben und die Bürgerinnen und Bürger davon überzeugen, dass der politische Wille vorhanden ist – auch wenn nicht jedes Konzept am Ende realisierbar oder einfach umzusetzen ist.